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Gefühlsrad: 130 Emotionen und eine KI-Deutung zu dem, was du fühlst

Gefühlsrad: 130 Emotionen und eine KI-Deutung zu dem, was du fühlst

Das Gefühlsrad, auch Emotionsrad genannt, ist ein kreisförmiges Schaubild, das dich von einer groben Kategorie - traurig, wütend, ängstlich - zum genauen Wort für dein Gefühl führt: einsam, machtlos, enttäuscht. Das interaktive Gefühlsrad von EmoFlow-AI hat 130 Emotionen in drei Ringen. Du markierst eine oder mehrere, gibst an, wie stark sie sind, und bekommst eine KI-Deutung: was hinter dieser Mischung aus Gefühlen stecken kann. Das kostet nichts und geht ohne Konto. Warum das genaue Wort zählt: Menschen, die ihre unangenehmen Gefühle fein unterscheiden, gehen um 30 Prozent flexibler mit ihren Emotionen um - so fasst die Psychologin Lisa Feldman Barrett die Forschung zusammen (2017). Ein Rad auf Papier hört beim Wort auf; was du mit dem Gefühl anfangen kannst, bleibt offen. Hier fängt es mit dem Wort erst an: In Pro greift der KI-Coach deinen Check-in auf, wählt eine von 80+ Techniken aus KVT, DBT und ACT und führt dich direkt im Gespräch hindurch. Du musst dafür nichts nachschlagen und dich nicht erst einlesen, keinen Termin ausmachen und keine Sitzung bezahlen.

Von EmoFlow-AIAktualisiert am 4. Oktober 2026So recherchieren wir

53 Menschen führten zwei Wochen lang Tagebuch: Wer seine unangenehmen Gefühle genauer unterschied, unternahm öfter etwas, um mit ihnen umzugehen - vor allem, wenn die Gefühle stark waren (Barrett et al., 2001)

Laut einer Übersichtsarbeit greifen Menschen, die ihre Gefühle genauer unterscheiden, bei starker Belastung seltener zu viel Alkohol oder zu Aggression (Kashdan, Barrett & McKnight, 2015)

WütendEnttäuschtVerratenNachtragendGedemütigtMissachtetVerspottetVerbittertEmpörtBedrängtZornigRasendEifersüchtigAggressivProvoziertFeindseligFrustriertAufgebrachtGenervtDistanziertZurückgezogenTaubKritischSkeptischAbweisendAngewidertMissbilligendVerurteilendVerlegenEnttäuschtErschüttertAngeekeltAbscheuÜbelkeitHassAbgestoßenEntsetztZögerlichTraurigGekränktBlamiertEnttäuschtDeprimiertMinderwertigLeerSchuldigReumütigBeschämtVerzweiflungMachtlosTrauerVerletzlichZerbrechlichAusgeliefertEinsamVerlassenIsoliertGlücklichOptimistischInspiriertHoffnungsvollVertrauendVertrautSensibelFriedlichDankbarLiebevollKraftvollKreativMutigAkzeptiertWertgeschätztRespektiertStolzSelbstbewusstErfolgreichInteressiertWissbegierigNeugierigZufriedenFreudigFreiVerspieltFrechErregtÜberraschtAufgeregtEnergiegeladenEifrigErstauntEhrfurchtVerblüfftVerwirrtRatlosDesillusioniertErschrockenBestürztGeschocktSchlechtGelangweiltGleichgültigApathischBeschäftigtUnter DruckGehetztGestresstÜberwältigtAußer KontrolleMüdeSchläfrigUnkonzentriertÄngstlichVerängstigtHilflosVerschrecktBesorgtÜberwältigtBeunruhigtUnsicherUnzulänglichUnterlegenSchwachWertlosUnbedeutendAbgelehntAusgeschlossenVerfolgtBedrohtNervösEntblößt
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»Wie geht's dir?« - und schon rutscht eine der drei üblichen Antworten heraus: gut, schlecht, geht so. Manchmal noch: traurig, wütend, ängstlich. Und damit ist die Liste zu Ende. Dabei ist in dir viel mehr los. Hinter »schlecht« kann Neid auf eine Kollegin stecken, Ärger in der Beziehung, Einsamkeit mitten unter Leuten, Müdigkeit und Leere, Schuld, Enttäuschung über dich selbst. All das läuft oft unter einem einzigen Wort: »schlecht«. Und genau das ist das Problem: Solange das genaue Wort fehlt, bleibt unklar, worum du dich eigentlich kümmern musst. Das Gefühlsrad ist eine Karte, auf der du das genaue Wort für das findest, was in dir los ist. Sobald das Wort da ist, ändern sich drei Dinge. Erstens wird es ein wenig ruhiger: Ein Gefühl mit Namen macht weniger Angst als eines ohne - wie wenn es im dunklen Zimmer raschelt, du erschrickst, das Licht anmachst und siehst, dass es nur der Vorhang war. Zweitens weißt du, wo du ansetzen kannst: Mit »ich bin traurig« lässt sich nichts anfangen, mit »ich bin gekränkt nach dem Gespräch gestern« schon. Drittens hören die Gefühle auf, zu einem Brei zu verschwimmen: »Alles ist schlecht« sieht aus wie eine einzige Wand, aber dahinter stehen zwei, drei einzelne Dinge - zum Beispiel, dass deine Mutter dich gekränkt hat, dass du müde bist und dir Sorgen um die Arbeit machst -, und um jedes kannst du dich einzeln kümmern. In der Psychologie hat diese Fähigkeit einen Namen: emotionale Granularität - nah beieinanderliegende Gefühle auseinanderhalten zu können, statt sie alle unter »schlecht« abzulegen. Auf dem interaktiven Rad musst du dafür nichts schreiben: drei Fingertipps, und das Wort ist gefunden.

Auf dieser Seite

Wie ist das Gefühlsrad von EmoFlow-AI aufgebaut?

Das Rad hat drei Ringe, und jeder ist genauer als der davor. In der Mitte stehen 7 breite Kategorien: Wütend, Angewidert, Traurig, Glücklich, Überrascht, Schlecht, Ängstlich. Als »dein« Wort sind sie zu weit gefasst, aber für den Einstieg sind sie genau richtig. Der mittlere Ring hat 41 genauere Wörter. Unter »Traurig« sind das Gekränkt, Deprimiert, Schuldig, Verzweiflung, Verletzlich und Einsam. Das ist kein »irgendwie traurig« mehr, sondern schon eine Richtung. Der äußere Ring hat die 82 genauesten Wörter - je zwei hinter jedem Wort des mittleren Rings -, und um die geht es beim ganzen Rad. Hinter »Verzweiflung« zum Beispiel stehen Machtlos und Trauer. Alle drei Ringe siehst du gleichzeitig. Ein Fingertipp auf ein Wort markiert es, ein zweiter nimmt die Markierung wieder weg.

Was kannst du auf dem Rad außer dem Gefühl selbst markieren?

Das Wort ist nur die erste Markierung. Ein Rad auf Papier ist damit am Ende; hier hält der Check-in noch vier weitere Dinge fest, jedes mit einem Fingertipp. Mehrere Gefühle auf einmal. Gekränkt, beschämt und wütend zugleich - das ist nichts Ungewöhnliches, und du kannst alle drei markieren, statt dich für das »wichtigste« zu entscheiden. Zwei oder drei reichen: Zehn Wörter machen die Deutung nicht genauer, das Bild verschwimmt nur. Wie stark es ist. Ein Regler bis 10. Gereiztheit bei 3 und bei 9 sind zwei verschiedene Zustände, und die Deutung hält sie auseinander. Was sonst gerade los ist: Schlechter Schlaf, Überwältigt, Konflikt. Du markierst es, wenn es zutrifft. Was du tun möchtest: Annähern, Zurückziehen, Kämpfen oder Erstarren. Gefühl und Impuls passen nicht immer zusammen, und die Deutung bemerkt das. Traurig, aber mit dem Drang zu kämpfen - dann verdeckt die Wut vielleicht einen Schmerz. Wütend, aber mit dem Wunsch, dich zurückzuziehen - dann fühlt es sich gerade vielleicht nicht sicher an, die Wut zu zeigen, und sie bleibt in dir. Ein einzelnes Wort verrät das nicht. In Pro kommt eine fünfte Markierung dazu, der Lebensbereich: Arbeit, Partner, Familie, Soziales, Persönliches. Nichts davon ist Pflicht: Du kannst ein Wort wählen und direkt zur Deutung gehen. Mit diesen Markierungen wird die Deutung aber genauer, weil dann neben dem Gefühl selbst auch seine Stärke, die Umstände und deine Reaktion einfließen.

Was zeigt die KI-Deutung, nachdem du auf dem Rad gewählt hast?

Die Wörter, die du auf dem Rad wählst, sind erst der Anfang. Bleibst du dabei stehen, kommt »traurig, weil traurig« heraus. Ein Rad auf Papier endet genau an dieser Stelle. Hier kommt direkt nach der Auswahl eine KI-Deutung: ein paar Absätze in einfachen Worten darüber, was hinter dieser Mischung aus Gefühlen steckt. Darin geht es um fünf Dinge. Was das Gefühl dir sagt. Wut - etwas Wichtiges ist bedroht, eine Grenze oder ein Wert wurde verletzt. Angst - Gefahr ist nah. Traurigkeit - etwas Wichtiges geht verloren. Sorge - vor dir liegt etwas, das Vorbereitung braucht. Scham - ein Wert wurde verletzt, und du willst es wiedergutmachen. Machtlosigkeit - verschwende keine Kraft an das, was gerade nicht zu gewinnen ist. Einsamkeit - dir fehlt Nähe. Welches Bedürfnis berührt ist. Wut kann auf Respekt oder Selbstbestimmung hinweisen, Traurigkeit auf einen Verlust oder auf fehlende Nähe, Angst auf Sicherheit, Einsamkeit auf Zugehörigkeit, Machtlosigkeit darauf, etwas verändern zu können. Was gerade fehlt. Das verrät das Gegenteil des Gefühls: Bei Machtlosigkeit fehlt das Erleben, dass dein Handeln etwas verändert, bei Einsamkeit echter Kontakt. Ob es das erste Gefühl ist oder ein anderes verdeckt. Außen Wut, darunter Kränkung. Obenauf Sorge, darunter eine Angst, die du lieber versteckst, weil du dich für sie schämst. Nach außen wirkt alles egal, innen sitzt Wut, die du dir nicht erlaubst. Was das Gefühl für dich zu tun versucht. Auch ein unangenehmes Gefühl hat eine Aufgabe: Wut schützt, was dir wichtig ist, Sorge bereitet dich auf Schwieriges vor, Machtlosigkeit spart deine Kraft für das, was machbar ist, Traurigkeit hilft beim Loslassen. Die Deutung beschreibt, wie so eine Mischung typischerweise funktioniert - eine Diagnose stellt sie nicht.

Das Wort ist gefunden. Was machst du jetzt damit?

Die Deutung erklärt, was du fühlst und warum. Was du damit machst, ist die nächste Frage - und auf die hat ein Rad auf Papier gar keine Antwort: Es lässt dich mit einem Wort zurück und mit der Suche nach »was hilft bei Angst«. Bei EmoFlow-AI übernimmt das der KI-Coach in Pro. Er fängt nicht bei null an: Dein Check-in vom Rad liegt ihm schon vor. Der Coach stellt noch ein paar Fragen, um deine Situation genauer zu verstehen, wählt eine von 80+ Techniken aus KVT, DBT und ACT und führt dich direkt im Gespräch hindurch, Schritt für Schritt. Du musst nichts nachschlagen und dich nicht erst einlesen, und du kannst sofort anfangen: Dafür musst du keinen Termin ausmachen und keine Sitzung bezahlen. Der Coach merkt sich, welche Techniken geholfen haben und welche nicht gepasst haben, und setzt beim nächsten Mal dort an. Ausprobieren kannst du das vor dem Bezahlen: Zur Testphase nach der Anmeldung gehören 3 kostenlose Coach-Sitzungen.

Woher kommen Gefühlsräder, und worauf baut unseres auf?

Das eine »offizielle« Gefühlsrad gibt es nicht. Drei sind besonders bekannt. Das Rad der Emotionen von Robert Plutchik (1980): 8 Grundemotionen in Gegensatzpaaren - Freude und Traurigkeit, Vertrauen und Ekel, Angst und Wut, Überraschung und Erwartung. Bei ihm zeigen die Ringe die Stärke: Raserei in der Mitte, Verärgerung am Rand. Das Feeling Wheel von Gloria Willcox (1982): 6 Gefühle in der Mitte, und die Ringe führen vom groben zum genauen Wort. Das Genfer Emotionsrad (Scherer, 2005) wurde für die Forschung gebaut, nicht für den Alltag. Unser Rad folgt dem zweiten Prinzip, vom Groben zum Genauen. Es stützt sich auf Paul Ekmans Arbeiten zu universellen Emotionen und auf das Rad von Willcox und wurde auf 130 Wörter erweitert: Je genauer das Gefühl benannt ist, desto genauer fällt die Deutung aus und desto genauer wählt der Coach die Technik.

Wichtige Vorteile

  • Das genaue Wort aus 130 statt »schlecht« - mit drei Fingertipps, ohne etwas zu schreiben
  • Eine KI-Deutung direkt nach der Auswahl: was hinter dieser Mischung aus Gefühlen stecken kann
  • Direkt nach dem Check-in ein kurzer Tipp, wie du damit umgehen kannst
  • In die Deutung fließen mehrere Gefühle auf einmal ein, ihre Stärke und deine Reaktion
  • Kostenlos und ohne Konto: Deine Einträge bleiben in deinem eigenen Dashboard und werden in deinem Browser gespeichert
  • Diagramme für Woche und Monat und ein PDF-Bericht in jedem Plan - den kannst du auch zur Therapie mitnehmen
  • In Pro wählt der KI-Coach eine Technik zu deinem Check-in und führt dich im Gespräch hindurch
  • In Pro nach jeder Sitzung: eine ausführliche KI-Auswertung, wie sie verlaufen ist und wie sich dein Zustand verändert hat, dazu die Wochen- und Monatsübersicht der KI

Anleitung

  1. 1

    Finde deine Kategorie in der Mitte

    Schau dir die sieben Wörter in der Mitte an - Wütend, Angewidert, Traurig, Glücklich, Überrascht, Schlecht, Ängstlich - und nimm das, was am nächsten dran ist. Zum Beispiel: »Glücklich oder überrascht sicher nicht. Irgendwo zwischen traurig und ängstlich. Traurig trifft es eher.« Denk nicht lange nach, nimm das erste, bei dem sich etwas regt. Falsch machen kannst du hier nichts: Die Mitte zeigt nur, in welche Richtung du schauen sollst, und wenn es doch der falsche Sektor ist, gehst du einfach zum Nachbarsektor.

  2. 2

    Geh im Sektor weiter zum mittleren Ring

    Von deiner Kategorie aus wandert der Blick nach außen - dort stehen die genaueren Wörter. Unter »Traurig« sind es sechs: Gekränkt, Deprimiert, Schuldig, Verzweiflung, Verletzlich, Einsam. Lies sie durch und probier jedes an: »Einsam? Nein. Verletzlich? Nicht ganz. Verzweiflung? Schon näher.« Das ist erst ein Wegweiser, noch keine Antwort. Passt ein Wort nur ungefähr, bleib nicht dabei stehen, sondern schau in dieselbe Richtung weiter: Die genauesten Wörter stehen im äußeren Ring.

  3. 3

    Geh bis zum äußeren Ring und tipp dein Wort an

    Hinter jedem Wort des mittleren Rings stehen zwei noch genauere. Hinter »Verzweiflung« sind das Machtlos und Trauer. »Machtlos - ja, genau das: Ich kann an dieser Situation nichts ändern.« Tipp das Wort an, und es ist markiert; ein zweiter Tipp nimmt die Markierung wieder weg. Fehlt das perfekte Wort, nimm das nächstliegende: »ungefähr ich« bringt dich weiter als ein allgemeines »traurig«. Sind mehrere Gefühle da, markier noch eins oder zwei dazu.

  4. 4

    Gib an, wie stark es ist, und öffne die Deutung

    Unter dem Rad erscheint die Zeile »Wie stark?« mit einem Regler bis 10, drei Markierungen für das, was sonst gerade los ist (Schlechter Schlaf, Überwältigt, Konflikt), und der Frage, was du tun möchtest: Annähern, Zurückziehen, Kämpfen oder Erstarren. Noch ein Fingertipp, und die KI-Deutung liegt vor dir: was hinter dieser Mischung aus Gefühlen stecken kann. Dafür brauchst du kein Konto: Der Eintrag landet in deinem Dashboard und wird in deinem Browser gespeichert.

Beispiel für eine Deutung: Frustriert und Müde, Stärke um die 5

Angenommen, du hast auf dem Rad Frustriert und Müde markiert, Stärke um die 5. Das holt die Deutung aus dieser Mischung heraus. In der App kommt sie als zusammenhängender Text; hier ist sie in Punkte zerlegt, damit du siehst, woraus sie besteht.

Was sie dir sagen: Frust - zwischen dir und dem, was du erreichen willst, steht etwas im Weg; Müdigkeit - deine Reserven sind aufgebraucht, und Erholung ist überfällig, bevor noch mehr von dir verlangt wird.
Welche Bedürfnisse berührt sind: etwas bewirken und vorankommen, Ruhe und Erholung, Unterstützung - und dass es auch mal leicht gehen darf.
Was fehlt: das Erleben, dass deine Mühe etwas in Bewegung bringt, und Reserven, die für die nächste Anforderung reichen.
Erstes Gefühl oder verdeckt es ein anderes: es kann das erste sein - das Ziel ist wirklich blockiert, und du gibst schon länger mehr Kraft aus, als nachkommt. Oder der Frust liegt über Enttäuschung und Selbstzweifeln, weil das Hindernis einfach nicht weicht.
Was diese Gefühle für dich tun: Frust zeigt dir die Lücke zwischen Mühe und Ergebnis, damit du den Weg änderst oder das Hindernis wegräumst, statt dich weiter aufzureiben. Müdigkeit meldet leere Reserven, damit du auftankst, bevor du Kraft ausgibst, die gar nicht da ist. Beide sind auf deiner Seite.

Das Fazit: Am Willen fehlt es dir nicht - das Ziel ist blockiert, und die Reserven sind leer. Das ist eine nachvollziehbare Antwort auf lange Anstrengung ohne Ergebnis. Was du als Nächstes damit machst, ist Sache des Coachs.

Was du dir zur Deutung merken kannst

  • Ein Gefühl ist ein Signal, keine Diagnose.
  • Du musst ein Gefühl nicht loswerden - es geht darum zu hören, was es dir sagt.
  • Wenn die Deutung danebenliegt, ist auch das eine Information: Vielleicht steckt unter dem gewählten Gefühl ein anderes. Geh zurück zum Rad und markier noch eins.
  • Die Deutung schlägt dir eine Lesart vor. Ob sie stimmt, entscheidest du.

Mythen über das Benennen von Gefühlen

Mythos

Wer ein Gefühl benennt, bleibt darin stecken

Fakt

Im Gegenteil. In einer Studie fiel die Alarmreaktion des Gehirns schwächer aus, wenn Menschen das Gefühl auf einem unangenehmen Bild in Worte fassten (Lieberman et al., 2007). Das Wort ist kein Anker, sondern eine Türklinke: Mit ihm fängt die Deutung erst an.

Mythos

Es gibt richtige und falsche Gefühle

Fakt

Gefühle sind Signale, keine Taten. Wut kann eine Grenze bewachen, Neid kann dir zeigen, was du dir eigentlich wünschst. Verantwortlich bist du nur für das, was du danach tust.

Mythos

Genaue Wörter brauchen nur Leute, die gern in sich herumwühlen

Fakt

Das genaue Wort spart Zeit: Mit Überlastung geht man anders um als mit Einsamkeit, auch wenn beides von außen »mir geht's schlecht« heißt. Solange das Wort fehlt, setzt du an der falschen Stelle an.

Mythos

Das Rad ist ein Test, der mir sagt, was mit mir nicht stimmt

Fakt

Das Rad stellt keine Diagnose. Es ist ein Wörterbuch: Das Wort wählst du, und die KI-Deutung beschreibt, wie so eine Mischung aus Gefühlen typischerweise funktioniert.

Wissenschaftliche Evidenz

Lieberman et al. (2007): Wenn Menschen das Gefühl auf einem unangenehmen Bild in Worte fassten, fiel die Alarmreaktion des Gehirns schwächer aus als bei anderen Arten, dasselbe Bild zu betrachten. https://doi.org/10.1111/j.1467-9280.2007.01916.x
Barrett, Gross, Christensen und Benvenuto (2001): 53 Menschen führten 14 Tage lang Tagebuch; wer seine unangenehmen Gefühle genauer unterschied, unternahm öfter etwas, um sie zu steuern, vor allem bei starken Gefühlen. https://doi.org/10.1080/02699930143000239
Kashdan, Barrett und McKnight (2015), eine Übersichtsarbeit: Bei starker Belastung greifen Menschen, die ihre Gefühle genauer unterscheiden, seltener zu viel Alkohol oder zu Aggression. https://doi.org/10.1177/0963721414550708
Barrett (2017), das Buch »How Emotions Are Made«: Quelle der Zusammenfassung »um 30 Prozent flexibler«. https://how-emotions-are-made.com/notes/Negative_emotional_granularity
Ekman (1992): die Begründung für Grundemotionen, die allen Menschen gemeinsam sind. https://doi.org/10.1080/02699939208411068
Willcox (1982): das Feeling Wheel mit sechs Gefühlen in der Mitte. https://doi.org/10.1177/036215378201200411
Plutchik (2001): sein Rad mit acht Grundemotionen. https://doi.org/10.1511/2001.4.344
Scherer (2005): das Genfer Emotionsrad, für die Forschung gebaut. https://doi.org/10.1177/0539018405058216

Quellen: Lieberman, M. D., Eisenberger, N. I., Crockett, M. J., Tom, S. M., Pfeifer, J. H., & Way, B. M. (2007). Putting feelings into words. Psychological Science, 18(5), 421-428. https://doi.org/10.1111/j.1467-9280.2007.01916.x, Barrett, L. F., Gross, J., Christensen, T. C., & Benvenuto, M. (2001). Knowing what you're feeling and knowing what to do about it. Cognition & Emotion, 15(6), 713-724. https://doi.org/10.1080/02699930143000239, Kashdan, T. B., Barrett, L. F., & McKnight, P. E. (2015). Unpacking emotion differentiation. Current Directions in Psychological Science, 24(1), 10-16. https://doi.org/10.1177/0963721414550708, Barrett, L. F. (2017). How Emotions Are Made: The Secret Life of the Brain. Houghton Mifflin Harcourt. https://how-emotions-are-made.com, Ekman, P. (1992). An argument for basic emotions. Cognition and Emotion, 6(3-4), 169-200. https://doi.org/10.1080/02699939208411068, Willcox, G. (1982). The Feeling Wheel. Transactional Analysis Journal, 12(4), 274-276. https://doi.org/10.1177/036215378201200411, Plutchik, R. (2001). The nature of emotions. American Scientist, 89(4), 344-350. https://doi.org/10.1511/2001.4.344, Scherer, K. R. (2005). What are emotions? And how can they be measured? Social Science Information, 44(4), 695-729. https://doi.org/10.1177/0539018405058216

Sources

  1. Putting Feelings Into Words (Lieberman et al., 2007) - Psychological Science
  2. Knowing what you're feeling and knowing what to do about it (Barrett et al., 2001) - Cognition & Emotion
  3. Unpacking Emotion Differentiation (Kashdan, Barrett & McKnight, 2015) - Current Directions in Psychological Science
  4. The Feeling Wheel (Willcox, 1982) - Transactional Analysis Journal
  5. The Nature of Emotions (Plutchik, 2001) - American Scientist

Was das interaktive Gefühlsrad von EmoFlow-AI kann und ein Bild vom Rad nicht

Ein Bild vom Rad gibt dir ein Wort, und damit ist Schluss. Bei EmoFlow-AI ist das Rad der erste Schritt, um deine Situation zu klären. Check-in: Auf dem Rad mit 130 Emotionen markierst du ein oder mehrere Gefühle, ihre Stärke und deine Reaktion. Deutung: Die KI erklärt sofort, was hinter dieser Mischung stecken kann, und gibt dir einen kurzen Tipp dazu. Dieser Teil ist kostenlos und braucht kein Konto. Coach (Pro): greift diesen Check-in auf, stellt noch ein paar Fragen zu deiner Situation, wählt eine von 80+ Techniken aus KVT, DBT und ACT und führt dich im Gespräch Schritt für Schritt hindurch. Nach der Sitzung folgt eine ausführliche KI-Auswertung: wie sie verlaufen ist und wie sich dein Zustand verändert hat. Tagebuch: Führen musst du es nicht, es entsteht von selbst aus Check-ins und Sitzungen. Wochen- und Monatsübersicht (Pro): was sich wiederholt hat, was geholfen hat, wie sich die Intensität verändert hat. Jeder weitere Check-in fügt diesem Bild einen Punkt hinzu.

  • 130 Emotionen in 7 Kategorien und 3 Ringen
  • Mehrere Gefühle auf einmal, ihre Stärke und deine Reaktion
  • KI-Deutung und ein kurzer Tipp nach jedem Check-in
  • Kein Konto nötig; in Free bleiben deine Einträge in deinem Browser
  • Diagramme für Woche und Monat, PDF-Bericht
  • Pro: der KI-Coach und 80+ Techniken aus KVT, DBT und ACT
  • Pro: ausführliche KI-Auswertung jeder Sitzung, Wochen- und Monatsübersicht
Gefühlsrad kostenlos öffnen

Wie der Coach eine Übung für dich auswählt und anpasst

Für Fachleute aus Therapie und Beratung

Zwischen den Sitzungen markieren Ihre Klientinnen und Klienten auf dem Rad mit 130 Emotionen, was sie fühlen und wie stark, und kommen nicht mit »die Woche war schlecht«, sondern mit »Dienstag - Machtlos, Intensität 7«. Einen PDF-Bericht mit diesen Einträgen gibt es in jedem Plan. In Pro bekommen Sie über den Therapeuten-Link ein eigenes Dashboard: die Diagramme der Woche und dazu KI-Notizen, für Fachleute geschrieben. Anmelden müssen Sie sich nirgends; der Link öffnet sich im Browser. Ein- und ausgeschaltet wird er ausschließlich von der Klientin oder dem Klienten, und Sie sehen genau das, was zum Teilen freigegeben wurde. Die App ersetzt Ihre Arbeit nicht: Was zwischen den Sitzungen sonst verloren geht, bleibt mit ihr erhalten.

  • Klientinnen und Klienten kommen mit genauen Wörtern statt mit »es war schlecht«
  • Ein eigenes Dashboard per Link, ohne Anmeldung auf Ihrer Seite
  • Sie sehen, welche Techniken mit dem Coach durchgegangen wurden
  • Den Zugriff schaltet nur die Klientin oder der Klient ein und aus
Mehr für Fachleute

Häufig gestellte Fragen

Ja. Das interaktive Gefühlsrad von EmoFlow-AI läuft im Browser, ohne Installation, und ein Konto ist nicht nötig: 130 Emotionen, du kannst mehrere auf einmal markieren und angeben, wie stark sie sind. Nach der Auswahl kommt eine KI-Deutung - was hinter dieser Mischung aus Gefühlen stecken kann - und dazu ein kurzer Tipp, wie du damit umgehen kannst. Deine Einträge bleiben in deinem Dashboard und werden in deinem Browser gespeichert. Aufs Handy lässt sich das Rad wie eine App legen. Der Pro-Plan ist für den KI-Coach da, der eine Technik wählt und dich hindurchführt. Zur Testphase nach der Anmeldung gehören 3 kostenlose Coach-Sitzungen.

Fang nicht mit der Frage »Was fühle ich?« an - genau auf die gibt es ja noch keine Antwort. Mach das Rad auf und schau dir die sieben Wörter in der Mitte an: Wütend, Angewidert, Traurig, Glücklich, Überrascht, Schlecht, Ängstlich. Nimm das, was auch nur ein bisschen näher ist, und geh von dort nach außen, zu den genaueren Wörtern. Passt keins, nimm »Schlecht«: Darunter stehen Gelangweilt, Beschäftigt, Gestresst und Müde - Zustände, die man leicht als »ist doch nichts« abtut. Falsch machen kannst du nichts: Du markierst das Nächstliegende, liest die KI-Deutung und gehst zurück zum Rad, wenn sie nicht zu dir passt.

Ja. Gefühle kommen selten einzeln: Du kannst zugleich besorgt und froh sein, oder traurig und erleichtert. Auf dem Rad markierst du alles, was da ist, und die KI-Deutung liest die Mischung, nicht ein einzelnes Wort: was diese Gefühle zusammen bedeuten und ob eines vielleicht ein anderes verdeckt. Zwei oder drei Wörter reichen. Mit zehn wird die Deutung nicht genauer, das Bild verschwimmt nur.

Sobald du ein Wort gewählt hast, erscheint unter dem Rad die Zeile »Wie stark?« mit einem Regler bis 10. Gereiztheit bei 3 und bei 9 sind verschiedene Zustände, und die KI-Deutung berücksichtigt das. In Pro verändert die Stärke auch, was der Coach tut: Ab 8 hilft er dir erst, zur Ruhe zu kommen, und wendet sich erst danach den Gedanken zu. In deinem Dashboard siehst du an diesen Markierungen, wie sich die Stärke deiner Gefühle von Tag zu Tag verändert hat.

Ein Gefühlsrad als PDF ist statisch: Du schaust es an, kreist vielleicht ein Wort ein, und das war's. Auf dem interaktiven Rad markierst du deine Gefühle, ihre Stärke und deine Reaktion, und die KI schickt sofort eine Deutung zurück: was hinter dieser Mischung stecken kann. Die Einträge bleiben in deinem Dashboard, und du siehst, was sich wiederholt. In Pro übernimmt von da an der KI-Coach und führt dich durch eine Technik. Ein PDF bekommst du hier trotzdem: Einen Bericht kannst du in jedem Plan exportieren.

Gefühlsrad und Emotionsrad sind zwei Namen für dasselbe Schaubild: Wörter im Kreis angeordnet, die groben in der Mitte, die genauen außen. Eine Gefühlsliste ist eine flache Liste, die du einfach durchliest. Auch die Räder unterscheiden sich untereinander: Bei manchen zeigen die Ringe, wie stark eine Emotion ist, bei anderen führen sie vom groben zum genauen Wort. Unseres gehört zur zweiten Sorte; die Stärke markierst du getrennt, mit einem Regler bis 10, und nach der Auswahl kommt eine KI-Deutung - das kann weder ein Bild noch eine Liste.

In der Mitte unseres Rads stehen sieben Kategorien: Wütend, Angewidert, Traurig, Glücklich, Überrascht, Schlecht und Ängstlich. Die Zahl hängt vom Rad ab: Robert Plutchik kommt auf acht Grundemotionen, Gloria Willcox auf sechs. Die Mitte ist nur dazu da, eine Richtung zu wählen. Das genaue Wort liegt weiter außen: 41 Wörter im mittleren Ring, 82 im äußeren, 130 insgesamt. Deshalb lohnt es sich nicht, bei »traurig« stehen zu bleiben: Darunter liegen sechs genauere Wörter, und hinter jedem davon noch zwei.

Das Rad selbst ist eine Art, Wörter anzuordnen, kein Messinstrument, und die eine »validierte« Fassung gibt es nicht. Geprüft ist, worauf es aufbaut. In einer Studie im Hirnscanner fiel die Alarmreaktion des Gehirns schwächer aus, wenn Menschen das Gefühl auf einem unangenehmen Bild in Worte fassten, als bei anderen Arten, dasselbe Bild zu betrachten (Lieberman et al., 2007). Und laut einer Übersichtsarbeit greifen Menschen, die ihre Gefühle genauer unterscheiden, bei starker Belastung seltener zu viel Alkohol oder zu Aggression (Kashdan, Barrett & McKnight, 2015).

Einen festen Rhythmus gibt es nicht. Das Rad ist für den Moment da, in dem dich etwas erwischt oder einfach »etwas nicht stimmt«: aufmachen, markieren, was da ist, die Deutung lesen. Das sind ein paar Fingertipps. Wenn du mehrmals pro Woche einen Check-in machst, zeigt dein Dashboard nach und nach, welche Emotionen wiederkommen und zu welcher Tageszeit. Serien und Tageszähler gibt es in der App nicht: Zurückkommen lohnt sich wegen des Bildes, das dabei entsteht, nicht wegen eines Häkchens.

Ja, und das ist der kostenlose Teil: Das Wort, die KI-Deutung und ein kurzer Tipp kommen ohne Coach und ohne Konto. Was ein einzelner Check-in nicht zeigen kann: ob dasselbe Woche für Woche wiederkommt und welche Technik gerade dir hilft. Das sieht man erst an mehreren Einträgen nebeneinander. In Pro greift der KI-Coach deinen Check-in auf, wählt eine Technik und führt dich hindurch, und die Wochen- und Monatsübersicht der KI zeigt, was sich wiederholt hat und was geholfen hat.

EmoFlow-AI bietet evidenzbasierte Bildung, keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung, und ersetzt keine qualifizierte Fachkraft für psychische Gesundheit. Wenn du in einer Krise bist oder dir etwas antun könntest, wende dich jetzt an den örtlichen Notdienst oder eine Krisen-Hotline.

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